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Ratgeber

Im Falle einer eintretenden Pflegebedürftigkeit oder einer notwendigen Heimunterbringung für einen nahen Angehörigen stellen sich viele Fragen. Wir möchten Ihnen hier ein paar Antworten sowie Informationen zur Verfügung stellen.

Natürlich ist es oftmals besser, Fragen direkt zu stellen und vielleicht gleich eine Pflegeeinrichtung zu besichtigen. Wir laden Sie herzlich ein, einmal in einem unserer Senioren-Servicehäuser vorbeizuschauen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Einrichtungen freuen sich und helfen Ihnen gerne bei Fragen weiter. Sie können aber auch jederzeit über unser Kontaktformular an uns wenden.

 

1. Welche Anträge sollten Sie vor dem Einzug in eine Pflegeeinrichtung stellen?

Beantragung Pflegegrad bei der Pflegekasse

Bevor Sie in eine Pflegeeinrichtung umziehen, ist es von Vorteil, wenn Sie bereits einen Pflegegrad zuerkannt bekommen haben bzw. bereits diese beantragt haben. Diesen formlosen Antrag reichen Sie bei der Pflegekasse ein. Über eine Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) erfolgt die Einstufung in einen Pflegegrad.

Es werden fünf Pflegegrade unterschieden:

1 Geringe Beeinträchtigung der Selbständigkeit
2 Erhebliche Beeinträchtigung der Selbständigkeit
3 Schwere Beeinträchtigung der Selbständigkeit
4 Schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit
5 Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung
R Bei einem Rüstigen“ liegt kein Pflegeaufwand vor. Die Pflegeversicherung erbringt bei Stufe R keine Leistungen, außer für zusätzliche Betreuungsleistungen nach Genehmigung durch den MDK.

Bei der Begutachtung werden Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten der Menschen in sechs verschiedenen Bereichen beurteilt: Mobilität, kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Verhaltensweisen und psychische Problemlagen, Selbstversorgung, Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen, Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte.

Unterstützung durch Sozialhilfe beim Sozialamt

Anträge für Sozialhilfe müssen beim jeweiligen ortsansässigen Sozialamt gestellt werden. Eine intensive individuelle Beratung erfolgt durch die Mitarbeiter des Sozialamtes. Wichtig ist, vor dem Einzug in eine Pflegeeinrichtung bereits die Zusage zur Kostenübernahme durch das Sozialamt erhalten zu haben.

Patientenverfügung und Vollmachten

Mit einer Patientenverfügung können Sie für den Fall, dass Sie in einer Situation nicht mehr selbst entscheiden können, schriftlich festhalten, welche medizinischen Maßnahmen ergriffen werden sollen oder dürfen. Es ist sinnvoll, sich in diesem Fall ärztlich beraten zu lassen. Für Situationen, in denen Sie nicht mehr selbst entscheiden können, ist es wichtig, zuvor von Ihnen gewählten Personen entsprechende schriftliche Vollmachten zu erteilen.

Sie finden Informationen zur Patientenverfügung und zur Vorsorgevollmacht u.a. auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz.

Vollmachten können u.a. für folgende Bereiche erteilt werden:

  • Gesundheitssorge / Pflegebedürftigkeit
  • Aufenthalt und Wohnungsangelegenheiten
  • Behörden
  • Vermögenssorge
  • Post und Fernmeldeverkehr
  • Vertretung vor Gericht

2. Welche Leistungen erbringt die Einrichtung?

Folgende Leistungen sind beim Aufenthalt in unseren Einrichtungen inklusive. Dies gilt sowohl für eine dauerhafte Pflege in einer der stationären Pflegewohngruppen, als auch für die Kurzzeitpflege:

  • Vollverpflegung: Frühstück, Mittagessen, Nachmittagskaffee und Abendessen
    Beispiel Speiseplan
  • Zwischenmahlzeiten nach Bedarf und Wunsch
  • Getränke, wie Kaffee, Tee, Mineralwasser und Saft
  • Reinigung Ihres Zimmers und des gemeinsamen Wohnbereiches
  • Bettwäsche und Handtücher
  • Waschen Ihrer Kleidung
  • Umfangreiches individuelles Betreuungsangebot in den Einrichtungen
  • Seniorengymnastik, etc.
  • Gemeinsame Ausflüge, Feste, etc.

Zusatzleistungen wie das Telefon im Zimmer, ein Internetanschluss, der Friseur, u.a. werden je nach Umfang gesondert berechnet.

3. Welche Kosten entstehen für den Aufenthalt in einer Pflegeeinrichtung?

Die Höhe der Kosten ist abhängig von der Wahl des Heimes und dem jeweiligen Pflegegrad. Über die Höhe der Kosten gibt es Verträge zwischen den Heimträgern und den Pflegekassen, die zuvor geprüft haben, ob die Kosten angemessen sind. Die Kosten des Heimaufenthalts ("Pflegesätze") werden nach Tageswerten berechnet und setzen sich aus folgenden vier Teilbeträgen zusammen:

Pflegekosten + Investitionskosten + Kosten für Unterkunft und Verpflegung

Hier finden Sie die aktuellen Pflegekosten:

4. Wie werden die Kosten finanziert und welche Pauschalen leistet die Pflegeversicherung?

Die Pflegekassen bezahlen je Pflegegrad unterschiedliche Pauschalen. Den Rest der Kosten für die Pflege wird über monatliche Zuzahlungsbeträge durch unsere Bewohnerinnen und Bewohner gedeckt. Der monatliche Zuzahlungsbetrag bleibt von Pflegegrad 2 bis 5 identisch. Das bedeutet für Sie, dass auch bei steigendem Pflegebedarf keine höheren Kosten auf Sie zukommen.

Pauschalen der Pflegekasse

Pflegegrad 1        125 € monatlich

Pflegegrad 2        770 € monatlich

Pflegegrad 3        1.262 € monatlich

Pflegegrad 4        1.775 € monatlich

Pflegegrad 5        2.005 € monatlich

Weitere Kosten

Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung und die ggf. nicht gedeckten Teile der Pflegekosten und Investitionskosten müssen vom Heimbewohner selbst aufgebracht werden, sofern das Einkommen und Vermögen dazu ausreicht. Bei Verheirateten wird auch das Einkommen des Ehegatten und bei Geschiedenen der Unterhaltsanspruch angerechnet.

Wenn das nicht ausreicht ...

... bestehen Ansprüche gegen:

  • Kinder, sofern diese so hohes Einkommen oder Vermögen haben, dass Sie Unterhalt zahlen können.
  • Personen, die in den letzten 10 Jahren vor Heimaufnahme in größerem Umfang beschenkt wurden
    (Schenkungsrückgabeanspruch gem. § 528 BSG).
  • Das Sozialamt des Kreises oder der kreisfreien Stadt, in dessen Bereich der Bewohner vor Heimaufnahme zuletzt gewohnt hat. (siehe 1)

5. Was ist alles zu beachten beim Umzug in eine Pflegeeinrichtung?

  • Ummeldung beim Einwohnermeldeamt (ggf. auch durch die Einrichtung)
  • Nachsendeantrag stellen
  • Versorgung der Haustiere sicherstellen
  • Kündigung der Wohnung
  • Umzug der Möbelstücke organisieren
  • Versicherungen überprüfen
  • Patientenverfügung erteilen
  • Vollmachten erteilen

6. Warum sollten Sie sich für ein Senioren-Servicehaus entscheiden? Was können wir besser als die anderen?

  • Unsere modernen Pflegeeinrichtungen bieten Ihnen alles was Sie in Ihrem Alltag benötigen. Die komfortablen hochwertig ausgestatteten Bewohnerzimmer ermöglichen jedem, sich einen individuellen Rückzugsort zu schaffen.
  • Zugleich können Sie je nach Wunsch in den Gemeinschaftsbereichen, mit der Wohnbereichsküche als Herzstück, jeder Zeit am Alltagsleben teilhaben.
  • Unser innovatives Pflege- und  Betreuungsangebot richtet sich an den individuellen Bedürfnissen und Ressourcen unserer Bewohnerinnen und Bewohnern aus.

Wir laden Sie ganz herzlich ein, sich selbst ein Bild vor Ort von unseren Einrichtungen zu machen. Nehmen Sie einfach Kontakt auf oder stellen Sie direkt eine Pflegeplatzanfrage.

7. Kann ich online noch mehr Informationsmaterial über die Einrichtungen finden?

Alle unsere Einrichtungen werden umfangreich online vorgestellt. Klicken Sie unter unsere Einrichtungen einfach auf den entsprechenden Ort. Sie finden Bilder, weitere Informationen, Angaben zu den Preisen, etc.

Außerdem haben wir unser Informationsmaterial nochmals kompakt zum Download zusammengestellt.

8. Hier finden Sie Ihre direkten Ansprechpartner unserer Senioren-Servicehäuser!

 Claudia Englmann Peter Baumer Vietze   Tina Ahrendt  
   Claudia Englmann
   Pflegedienstleitung
   Peter Baumer-Vietze
   komm. Hausleitung
   Tina Ahrendt
   Hausleitung
   SSH Neusorg und
 

 

Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen